Geschichte der Buchstadt Leipzig

Leipzig als Herstellungs- und Vermittlungszentrum kartographischer Verlagswerke im 19. und frühen 20. Jh.
von Volker Titel

Der Text ist vollständig und mit Abbildungen enthalten in: "Leipzig im Kartenbild" (Leipziger Kalender, Sonderband 2001/1)


Statistik des Leipziger Buchgewerbes

Leipziger Kartographische Verlage

Leipzig als Vermittlungszentrum kartographischer Verlagswerke

Resümee



Die Entwicklung der Kartographie empfing maßgebliche unternehmerische Motivation durch die Verbindung zum Verlags- und Sortimentsbuchhandel, indem kartographische Innovationsleistungen für den Buchmarkt nutzbar gemacht oder sogar von diesem inspiriert wurden. Der sächsischen Handelsmetropole Leipzig kam dabei eine zentrale Bedeutung zu, sowohl hinsichtlich der Herstellung als auch der Vermittlung kartographischer Verlagserzeugnisse. Am Beginn des 19. Jahrhunderts war Leipzig bereits der wichtigste Standort im System des deutschen Buchgewerbes, ein Status, der nahezu in allen Teilbereichen der Branche bis in die erste Hälfte des folgenden Jahrhunderts weiter ausgebaut wurde.

Statistik des Leipziger Buchgewerbes

Im Jahre 1800 firmierten in Leipzig 52 buchhändlerische Unternehmen, 19 Druckereien und 28 Buchbindereien.(1) Bis zum Ende der 1860er Jahre stieg die Zahl der Leipziger Buchhandlungen, -druckereien und -bindereien auf insgesamt über 400.(2) Mit dem Buchhandel (also Verlag, Sortiment, Antiquariat und/oder Kommissionsgeschäft) befassten sich etwa 250 Unternehmen, deren „Prinzipale" (Besitzer) ca. 270 „Gehilfen" (Angestellte mit abgeschlossener Lehre), 110 Lehrlinge und - saisonal schwankend - 300 bis 400 Markthelfer beschäftigten. Die Spezialisierung innerhalb des Leipziger Buchhandels war weiter vorangeschritten: Etwa 89% der ca. 140 Verlage befassten sich ausschließlich mit dem verlegerischen Geschäft, von den 31 Sortimentsbuchhandlungen widmeten sich jedoch noch 13 dem Verlag und/oder dem Antiquariat, dessen 39 Firmen zu 70% als „reine" Antiquariatsgeschäfte firmierten. Zum Antiquariatsbuchhandel sind auch Bücherauktionsgeschäfte zu rechnen, bei denen nicht selten wertvolle Bibliotheken aus Privatbesitz etwa von adligen Familien oder bedeutenden Gelehrten auf den Markt gelangten. Im Januar 1869 machte eine von der Firma List & Francke veranstaltete Versteigerung Furore, bei der die Büchersammlung des zwei Jahre zuvor verstorbenen Kaisers Maximilian von Mexiko unter den Hammer kam. Eine direkte Firmenunion zwischen Buchhandel und -binderei gab es zu diesem Zeitpunkt nicht, auch der gleichzeitige Betrieb einer Buchdruckerei war selten, lediglich große Unternehmen wie Breitkopf & Härtel, Brockhaus und J. J. Weber waren Buchhändler und Drucker. Im Bereich der Buchtitelproduktion belegte Leipzig im Jahre 1870 mit 1.871 Neuerscheinungen nach der künftigen Reichshauptstadt Berlin (2.066) Platz zwei aller deutschsprachigen Verlagsstandorte. Es folgten mit großem Abstand Wien (836), Stuttgart (426), München (275) und Dresden (247).

Die in Leipzig etablierten knapp 50 Buchdruckereien besaßen Ende der 60er Jahre an die 100 Hand- und reichlich 200 maschinelle Pressen. Beschäftigt waren etwa 1.000 Gehilfen, 300 Lehrlinge und 450 sogenannte „Bogenfängerinnen" als Hilfspersonal an den Druckmaschinen.

Die Buchbinderei Leipzigs Mitte des 19. Jahrhunderts den größten Aufschwung innerhalb des Buchgewerbes. Während noch im Jahre 1830 lediglich 32 Meister mit 70 Gehilfen buchbinderisch tätig waren, gingen kaum vier Jahrzehnte darauf 128 Firmen mit 400 Gehilfen, 150 Lehrlingen, nahezu 100 „Mädchen" und 50 Laufburschen dieser Branchenspezialisierung nach. Insgesamt waren dabei je 80 Vergolderpressen und Beschneidemaschinen, 35 Walzen und je ein Dutzend Schräge- und Einsägemaschinen im Gange.

Das Leipziger Adreßbuch von 1930 führt insgesamt 1.096 Buchhandlungen, -bindereien und -druckereien auf. Mit dem Buchhandel befassten sich zu diesem Zeitpunkt 717 Firmen, darunter 436 Verlage, 69 Kommissionsbuchhandlungen, 138 Sortimentsbuchhandlungen, 56 Antiquariate, 9 Kolportage-, 37 Reise-, und 47 Versandbuchhandlungen. Dominierend waren reine Spezialisierungen, vor allem beim Verlag, bei dem 379 (87%) diesen ausschließlich ausübten. Von den Sortimentsbuchhandlungen betrieben 26 (19%) auch einen Verlagsteil und 16 (12%) auch ein Antiquariat. Buchdruckereien gab es zu diesem Zeitpunkt in Leipzig 277 mit etwa 25.000 Beschäftigten und 136 Buchbindereien mit etwa 7.000 Beschäftigten.(3) Von den Buchbindereien bezeichneten sich 37 als „Großbuchbindereien". Die Vereinigung von Buchbinderei und Buchdruckerei in einer Firma gab es 13 mal, in 12 Fällen gab es eine unmittelbare Verbindung von Buchherstellung und Buchhandel. Das vielseitigste Unternehmen des Leipziger Buchgewerbes war F. A. Brockhaus, dessen Namen für Verlag, Kommissionsgeschäft, Sortiment, Antiquariat sowie verschiedene Abteilungen der Buchherstellung einschließlich Buchbinderei stand.

Hinreichend gesicherte statistische Aussagen über den Anteil kartographischer Verlagserzeugnisse an der Verlagsproduktion insgesamt sind nur schwer möglich. Die überlieferten Bücherverzeichnisse(4) weisen verschiedene Rubriken auf, die kartographische Titel enthalten. Beispiele hierfür sind verweise auf „geographische" Neuerscheinungen und „pädagogische" bzw. „Schulbücher". Darüber hinaus gab es eine Vielzahl an Verlagserzeugnissen, die nur teilweise als kathographisch in engerem Sinne zu bezeichnen sind. Konzentriert man die Auswertung auf „reine" Karten und Atlanten, so werden auf dem Wege von Einzeltitelerfassungen Hinweise möglich. Auf diese Weise hat Joachim Dammheim in Auswertung von Teilen des „Gesamt-Verlags-Kataloges des Deutschen Buchhandels" aus dem Jahre 1894 insgesamt 44 Leipziger Verlage ermittelt, die sich bis zu diesem Zeitpunkt kartographischen Publikationen gewidmet haben.(5)

Leipziger Kartographische Verlage

Eines der bekanntesten und erfolgreichsten Unternehmen des deutschen Buchgewerbes im 19. und frühen 20. Jahrhundert, die im Jahre 1805 in Amsterdam gegründete Firma F. A. Brockhaus, verfügte seit Ende des 19. Jahrhunderts über eine eigene kartographische Anstalt. Schon Jahrzehnte früher trat Brockhaus jedoch bereits als Verlag von Atlanten, Stadtplänen und Karten in Erscheinung, ohne dies zu einem Hauptzweig der eigenen verlegerischen Tätigkeit werden zu lassen. Seit 1818 in Leipzig firmierend, blieb das bis zum Jahre 1896 in 14 Auflagen herausgebrachte „Konversations-Lexikon" wichtigstes Produkt von F. A. Brockhaus. Innerhalb dieses Lexikons nahmen Stadtpläne und geographische Karten aller Art einen festen Platz ein. Brockhaus war bemüht, neben der inhaltlichen Präzision auch die drucktechnische Qualität dieser Karten beständig zu erhöhen. Das kartographische Engagement von F. A. Brockhaus erschien somit eingebettet in das Gesamtkonzept eines graphischen Großbetriebes.(6)

Ein ähnliches Konzept verfolgte das im Jahre 1826 von Carl Joseph Meyer in Gotha gegründete Bibliographische Institut. Im Mittelpunkt der Verlagstätigkeit stand wie bei Brockhaus das „Konversations-Lexikon". Nach jahrzehntelanger Tätigkeit in Hildburghausen verlegte der Sohn des Firmengründers, Hermann Julius Meyer, den Firmensitz Mitte 1874 in das Branchenzentrum Leipzig. Im Bibliographischen Institut erschienen neben dem großen Lexikon auch Auszugs-Varianten wie „Meyers Kleines Konversations-Lexikon" und „Meyers Handlexikon des allgemeinen Wissens", darüber hinaus spezialisierte Nachschlagewerke wie „Brehms Tierleben" oder Dudens „Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache". Die erfolgreichen kartographischen Unternehmungen von Meyer entstanden zum Teil in direktem Zusammenhang mit den Lexikonprojekten, bildeten jedoch eigene Verlagstitel. Hervorzuheben sind in diesem Sinne „Meyers Geographischer Handatlas", „Der Große Weltatlas" sowie „Meyers Geographischer Atlas".(7)

Eine andere häufig anzutreffende Bindung kartographischer Titel an ein Verlagsprogramm erfolgte durch Schulbuchverlage. So hat B. G. Teubner, obwohl naturwissenschaftlich-mathematisch ausgerichtet, einige Schulatlanten herausgebracht. Wie Brockhaus und Meyer hatte auch Teubner eine eigene große Buchdruckerei, daran angeschlossen eine Schriftgießerei, Galvanoplastik-Anstalt sowie eine Reproduktionsanstalt und seit 1905 eine Buchbinderei.(8) Ebenfalls mit mehreren Schulatlanten kam die 1834 von Julius Klinkhardt gegründete Verlagsbuchhandlung auf den Markt. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts verstärkte Klinkhardt sein Engagement im Schulbuchbereich. Von großer Bedeutung speziell für auch für die kartographischen Titel wurde ab den 1860er Jahren die Angliederung und der Ausbau von Unternehmensteilen der Buchherstellung, namentlich von Buchdruckerei, Litographischer Anstalt, Xylographie, Zinkographie, Galvonoplastischer Anstalt, Stereotypie, Schriftgießerei und Buchbinderei.(9) Weitere Beispiele für Verlage, die kartographische Titel in Ergänzung zu ihrem übrigen Programm herausbrachten, sind der 1811 gegründete Verlag Wilhelm Engelmann, das 1852 gegründete Druckerei- und Verlagshaus Giesecke & Devrient sowie die 1807 gegründete Dürr'sche Buchhandlung.

Verlage, deren Haupttätigkeit in der Herausgabe kartographischer Titel lag, gab es in Leipzig nur wenige. Prominentes Beispiel hierfür ist die seit 1873 in Leipzig befindliche Geographische Anstalt Wagner & Debes. 1835 als Steindruckerei von Eduard Wagner in Darmstadt gegründet, profitierte die Firma seit Ende der 1830er Jahre vor allem von Aufträgen durch den Koblenzer Verlag Karl Baedeker. Dessen Übersiedlung nach Leipzig im Jahre 1872 veranlasste auch den Sohn des Firmengründers, Heinrich Wagner, zur Verlegung des Hauptsitzes in die Messestadt. Wagner nahm den Kartographen Ernst Debes als Teilhaber auf, „der aus der Schule

des in der kartographischen Wissenschaft unvergesslichen August Petermann hervorgegangen, als dessen Freund und Mitarbeiter er viele wertvolle Beiträge zur älteren Ausgabe von Stielers Handatlas geliefert hat."(10) Berühmt geworden ist neben anderem der „Neue Handatlas" von Wagner & Debes, dessen erste Auflage im Jahre 1895 fertiggestellt wurde.(11)

Auch das „Geographische Institut" von Friedrich Eduard Gaebler stellte kartographische Titel her. Gaebler, der bereits im Jahre 1866 eine eigene Firma gegründet hatte, wurde 1874 technischer Leiter bei George Westermann, ging jedoch nur fünf Jahre darauf erneut in die Selbständigkeit.(12) Bei Gaebler wie häufig bei „Geographischen", „Kartogrographischen" etc. „Instituten", „Anstalten" etc. war jedoch die eigene Verlagstätigkeit nicht die Haupteinnahmequelle des Unternehmens. Ein Charakteristikum dieser Firmen war die Betonung der Herstellung, auch und maßgeblich als Dienstleistungsangebot.

Der erfolgreichste in Leipzig agierende kartographische Verlag war Velhagen & Klasing. 1832 durch August Velhagen in Bielefeld gegründet und 1835 durch Hinzutreten von August Klasing unter dem späterhin bekannten Firmennamen auftretend, lag der Schwerpunkt der Verlagstätigkeit zunächst auf theologischem und pädagogischem Gebiet. Erst durch die 1873 im Branchenzentrum Leipzig errichtete, von Richard Andree geleitete, „Geographische Anstalt" erschloss sich Velhagen & Klasing nachhaltig das Potenzial kartographischer Produktion, zunächst allerdings lediglich durch die Ausführung fremder Aufträge. Neben diese Dienstleistungsfunktion, die auf hohem Niveau erhalten blieb, betrieb Velhagen & Klasing ab 1876 mit überwältigendem Erfolg eigenen Atlantenverlag. Andrees „Allgemeiner Volksschulatlas" konnte innerhalb von vier Jahren in 150.000 Exemplaren verkauft werden; bis zum Ersten Weltkrieg erschienen von diesem Atlas 59 Auflagen mit insgesamt annähernd einer Million Exemplaren. Bis heute berühmt ist der „Putzger", ein historischer Atlas. An umfangreicheren Kartenwerken sind hervorzuheben u.a. der „Andree-Peschel", physikalischer Atlas von Deutschland, und der „Andree Handatlas". Zum Erfolg der Atlanten von Velhagen & Klasing beigetragen hat zweifellos das Konzept der Billigpreise, eine wichtige Voraussetzung z.B. für die hohe Akzeptanz auf dem Schulbuchmarkt.(13)

Leipzig als Vermittlungszentrum kartographischer Verlagswerke

Trotz der beeindruckenden Entwicklungen in Verlagsproduktion, Buchdruck und Buchbinderei war es vor allem eine andere Funktion, die Leipzig im Räderwerk des deutschen Buchwesens zum unangefochtenen Zentrum, zum „Mekka des Buchhandels"(14) werden ließ: die Vermittlerrolle. Leipzig war bibliopolischer Umschlag- und Stapelplatz nahezu des gesamten literarischen Verkehrs in Deutschland. Da alle am System des deutschen Buchhandels beteiligten Firmen einen Kommissionär in der Pleißestadt mit der Vermittlung ihrer Geschäfte beauftragt hatten, bündelte sich hier der Bücherumschlag, ein effizienter Warenverkehr wurde möglich.(15)

Das „Börsenblatt für den deutschen Buchhandel" berichtete im Jahre 1869 über die Leistungen des Zwischenbuchhandels in der sächsischen Metropole: „Leipzig, welches freilich theilweise nur als Uebergangspunkt, theilweise auch selbst erzeugend, in Betracht gezogen werden muss, versendete 1867 gegen 130.000 Centner Bücher, welches Gewicht im Jahre 1868 wohl ziemlich erheblich überschritten worden sein wird; bedenkt man, dass ein vielleicht ziemlich gleiches Quantum nach Leipzig einwandert, erwägt man ferner, wie oft ein einziger Bücherballen hunderte von Beischlüssen von verschiedenen Buchhändlern aus Allen Weltgegenden enthält und wie dabei natürlich Alles bis auf das Kleinste sorgsam pro und contra notirt und gebucht werden muss, so wird man einen Begriff von der umfassenden Thätigkeit des Commissionärs erhalten."(16)

Die Vermittlerrolle Leipzigs war auch für die Verbreitung kartographischer Verlagswerke von zentraler Bedeutung. So bezog man die Artikel von kartographischen Verlagen, sofern sie nicht in Leipzig ansässig waren, in der Regel nicht direkt von deren Firmenstandorten, sondern von einem Leipziger Zwischenbuchhändler. Das „Geographische Institut" von Perthes in Gotha etwa, heute ein Tochterunternehmen des Klett-Verlages, ließ seit Mitte des 19. Jahrhunderts über die Rein'sche Buchhandlung ausliefern, später über den Kommissionsgiganten Koehler & Volckmar. Die Braunschweiger Firma Westermann, ab 1874 mit einem eigenen „Geographischen Institut" in Leipzig vertreten wurde durch Bernhard Hermann permanent über die Messestadt vermittelt. Zu den Leipziger Zwischenbuchhändlern, die sich seit Ausgang des 19. Jahrhunderts am umfangreichsten der Vermittlung kartographischer Artikel widmeten, gehörten neben K. F. Koehler und Friedrich Volckmar die Firmen F. A. Brockhaus (u.a. Gräfe & Unzer in Königsberg vertretend), Wagner (u.a. Geographisches Institut in Weimar) und vor allem Steinacker (u. a. Rudolphi in Hamburg, André in Prag und Zabern in Mainz).

Als Resümee kann festgehalten werden, dass der Buchplatz Leipzig seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in verschiedenen Bereichen wichtigstes Zentrum der Herstellung und der Verbreitung kartographischer Verlagswerke in Deutschland war.

Die Konzentration aller Branchenzweige des Buchgewebes in der sächsischen Messestadt motivierte zahlreiche hier firmierende Unternehmen, die Produktion kartographischer Titel als Ergänzung ihres bestehenden Programms aufzunehmen. Die hauptsächliche Hinwendung zu kartographischen Werken erfolgte zumeist durch Neugründungen bzw. durch Übersiedlungen nach Leipzig, entweder ganzer Firmen oder von Firmenteilen. Im Bereich des kartographischen Verlages lässt sich für das 19. und frühe 20. Jahrhundert häufig eine enge Bindung zum Druckbereich feststellen, zumeist durch gleichzeitig betriebene kartographische Anstalten, die neben der eigenen Verlagsproduktion zu großen Teilen auch als Dienstleistungsunternehmen für Fremdaufträge auftraten. Für die Verbreitung kartographischer Werke war Leipzig durch seine Vermittlerfunktion im System des deutschen Buchhandels von zentraler Bedeutung, indem hier firmierende Zwischenbuchhändler nahezu den gesamten buchhändlerischen Warenverkehr in und mit Deutschland koordinierten.

1. Lt. Leipziger Adreßbuch 1800.

2. Die folgenden Angaben basieren auf Auswertungen des Leipziger Adreßbuches von 1868, des Adreßbuches für den deutschen Buchhandel von 1869, des Hinrichsschen Bücherverzeichnisses sowie statistischer Angaben aus dem Börsenblatt für den deutschen Buchhandel, speziell Nr. 166/1869 (21.07.), S. 2285-2288. Eine ausführliche topographische Liste buchgewerblicher Firmen nach dem Leipziger Adreßbuch von 1868 befindet sich in: Sabine Knopf/Volker Titel, Der Leipziger Gutenbergweg. Geschichte und Topographie einer Buchstadt, Beucha 2001.

3. Beschäftigtenzahlen nach Wisso Weiß, Zeittafel zur Papiergeschichte, Leipzig 1983, S. 477.

4. Am umfangreichsten die sogenannten „Hinrichsschen Bücherverzeichnisse" (Vgl. Stephan Niedermeier, Neue buchhandelsstatistische Arbeiten an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Das Hinrichs-Projekt, in: Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 21/1996, 185-193).

5. Vgl. Joachim Dammhain, Entwicklung und Bedeutung der kartographischen Verlage in Leipzig bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges, in: Meßpunkt Leipzig (Sonderheft der Leipziger Blätter), Leipzig 1996, S. 27. Benutzt wurde von Dammhain maßgeblich der „Gesammt-Verlags-Katalog des Deutschen Buchhandels und des mit ihm im direkten Verkehr stehenden Auslandes.", Ausgabe 1881-1893, hg. von Adolph Russell u. Johannes Basch, 28 Bde., Münster 1894, zugänglich auch als Mikrofiche-Edition bei von K. G. Saur, München 1986.

6. Vgl. u.a. Heinrich Eduard Brockhaus, Die Firma F. A. Brockhaus von der Begründung bis zum hundertjährigen Jubiläum 1805-1905, Leipzig 1905; Arthur Hübscher, Hundertfünfzig Jahre F. A. Brockhaus 1805 bis 1955, Wiesbaden 1955; Thomas Keiderling (Hg.), Betriebsfeiern bei F. A. Brockhaus. Wirtschaftliche Festkultur im 19. und frühen 20. Jahrhundert, Beucha 2001.

7. Vgl. Werner Schultze, Aus der Chronik des Bibliographischen Instituts, Leipzig 1936; Armin Human, Carl Joseph Meyer und das Bibliographische Institut von Hildburgausen-Leipzig. Eine kulturhistorische Skizze, in: Schriften des Vereins für Sachsen-Meiningische Geschichte und Landeskunde, Heft 23 /1896, S. 59-136.

8. Vgl. Friedrich Schulze, B. G. Teubner 1811-1911. Geschichte der Firma. Leipzig 1911.

Müller, Johannes (Hg.), Festschrift zum 150jährigen Bestehen des Verlages und des graphischen Betriebes B. G.Teubner Leipzig. Leipzig: 1961.

9. Julius Klinkhard, 50 Jahre Firma Klinkhardt, Leipzig 1885; Julius Klinkhardt, Klinkhardt in Leipzig. Eine buchgewerbliche Betriebsstätte, Leipzig 1911.

10. Rudolf Schmidt: Deutsche Buchhändler. Deutsche Buchdrucker, Berlin 1902ff., S. 1019.

11. Vgl. auch 100 Jahre H. Wagner & E. Debes, Darmstadt und Leipzig, Leipzig 1935.

12. Vgl. Deutsches Buch und Schriftmuseum in der Deutschen Bücherei Leipzig, Sammlung Gescchäftsrundschreiben.

13. Vgl. Horst Meyer, Einhundertfünfzig Jahre 1835-1985. Im Auftrage von Franz Cornelsen aus Anlass des einhundertfünfzigjährigen Bestehens von Velhagen & Klasing verfasst. Berlin 1985; Verlags-Katalog von Velhagen & Klasing in Bielefeld und Leipzig. Abgeschlossen am 1. Aug. 1885. Bielefeld 1885.

14. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel 100/1875 (03.05.), S. 1540.

15. Zur Entwicklung des Kommissionsbuchhandels im 19. Jahrhundert vgl. Thomas Keiderling, Die Modernisierung des Leipziger Kommissionsbuchhandels von 1830 bis 1888, Berlin 1999.

16. Börsenblatt für den deutschen Buchhandel 166/1869 (21.07.), S. 2285-2286.

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